Auswandern nach Nordkorea
(Foto: yeowatzup)
Warum Nordkorea?
- Abenteuer pur – fast keiner wandert nach Nordkorea aus
- Letzte wirklich kommunistische Enklave auf der Welt erleben
- Menschen helfen durch arbeit bei Hilfsorganisationen
Karte
Landesinfo
Lage: zwischen den gelben Meer und dem japanischen Meer
Fläche: 120.000 qkm
Bevölkerungszahl: 22.600.000
Haupstadt: Pjöngjang
Landessprache: koreanisch
Religionen: Ausübung durch Ideologie stark eingeschränkt, traditionell Buddhismus
Staatsform: Sozialistische Volksdemokratie (mit dominanter Machtstellung des Militärs)
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: ca. 600 Euro
Geschichte
Korea war für lange Zeit ein unabhängiges Königreich, bevor es 1905 nach dem Russisch-Japanischen Krieg von Japan besetzt wurde. 5 Jahre später hat Japan die ganze Halbinsel formal eingenommen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Korea in zwei Teile geteilt. Der Norden war durch die Soviets unter kommunistischer Kontrolle. Nachdem Nordkorea im koreanischen Krieg (1950-1953) die von den USA unterstüzte Republik Korea (Südkorea) nicht besiegen konnte, hat der frühere Preseident Kim Il Song eine Politik der Selbstversorgung eingeleitet und das Land immer mehr von äußeren Einflüssen abgeschottet. Kim’s Sohn, der jetzige President Kim Jong Il, wurde 1980 offiziell als Nachfolger seines Vaters ernannt. Bis zum Tod seines Vaters in 1994 nahm er immer mehr politische Rollen ein.
(Foto: giladr)
Beziehungen zu Deutschland
Die ehemalige DDR unterhielt seit der Gründung 1948 diplomatische Beziehungen mit Nordkorea und war einer der wichtigsten Partner des Landes. Nach der Widervereinigung hat die Bundesrepublik zunächst eine Interessenvertretung unter der Schutzmacht Schweden gegründet. Gleichzeitig wurde in der chinesischen Botschaft in Berlin eine Interessenvertretung der DPRK (Demokratische Volksrepublik Korea) gegründet. Formale diplomatische Beziehungen wurden erst im März 2001 aufgenommen. Insbesondere durch die Atomwaffentests 2009 haben die diplomatischen Beziehungen Rückschritte hinnehmen müssen.
Auf kulutreller Ebene sieht es etwas besser aus. So wird z.B. an der Fremdsprachenschule in Pjöngjang Deutsch unterrichtet. Auch der Austausch von Künstlern, Sportlern und Musikern konnte in den letzten Jahren intensiviert werden. 2004 hat das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem nordkoreanischen Kulturkomitee einen Lesesaal mit deutscher Literatur und Medien in Pjöngjang eröffnet.
Klima
Nordkorea hat ein gemäßigtes Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Die heißeste Jahreszeit und gleichzeitig Regenzeit ist zwischen Juli und August. Am kältesten ist es in den Wintermonaten zwischen Dezember und Januar. Frühling und Herbst sind überwiegend trocken und mild.
Lebenshaltungskosten
Die Lebenshaltungskosten in Nordkorea sind sehr schwer zu beziffern, da es keinen freien Markt gibt. In praktischen jedem Job den man als Ausländer in Nordkorea annimmt bekommt man Unterkunft und Verpflegung gestellt. Es gibt natürlich einen Schwarzmarkt, ein paar designierte Shops für Ausländer und sogar ein paar Nightlife Etablissements.
Gesundheitliche Versorgung
Die allgemeine gesundheitliche Versorgung in Nordkorea ist auf einem sehr schlechten Niveau. Man kann aber damit rechnen, das man als Ausländer die bestmögliche Versorgung erhält. In der Haupstadt Pjöngjang ist dies meistens ausreichend. Wenn es möglich ist sollte man bei schwerwiegenderen Erkrankungen aber nach Beijing fliegen und ein internationales Krankenhaus besuchen.
Sport und Erholung
Die Kampfsportart Taekwondo ist ziemlich groß in Nordkorea. So gibt es trotz der schwierigen Einreisebedingungen sogar einige Taekwondo Trainingsreisen speziell nach Nordkorea.
Arbeiten
Die meisten Job die man in Nordkorea bekommen kann sind bei internationalen Hilfsorganisationen oder teilweise sogar direkt bei der Regierung. Seit einiger Zeit gibt es auch Joint Venture Unternehmen, durch welche auch Ausländer in Nordkorea arbeiten dürfen. Für nähere Details: http://www.NorthKoreaJobs.info
Nachtleben
In Pjöngjang treffen sich Expats in der Regel in den Bars der großen Hotels. Es gibt auch lokale Etablissements die neben wohlhabenden Nordkoreanern hauptsächlich von chinesischen Geschäftsleuten besucht werden. Meist sind dies Karaoke Läden in denen es auch Prostituierte (häufig aus China) gibt.
Sprache
Es wird koreanisch gesprochen. Man bekommt aber bei den meisten Jobs einen Übersetzer gestellt der gutes Englisch spricht. Es ist zu beachten, daß man auch wenn man die koreanische Sprache beherrscht offiziell nicht mit den Einheimischen sprechen darf.
Visabestimmungen / Aufenthaltserlaubnis
Es ist meist sehr schwierig und langwierig ein Visum für Nordkorea zu bekommen. Selbst ein Touristenvisum bekommt man nur wenn man eine geführte Tour mit einer Gruppe macht. Für manche Jobs muß man Staatsbürger eines bestimmten Landes sein (meist das des Vorgängers im Job) um ein Arbeitsvisum zu bekommen.
Weitergehende Informationen
Wer weitergehende Informationen möchte, insbesondere zu seltenen aber verfügbaren Jobs, dem sei der Report “How to get a Job in the DPRK” empfohlen:
(http://www.northkoreajobs.info/)
