Austauschjahr in China
Der Spiegel berichtet:
[…] Gregor Haidl, 17, aus China zurückgekehrt
Mein erster Eindruck von Deutschland: Hier ist ja alles so sauber und so leer. Von einer wuseligen Millionenstadt wie Peking zurück aufs Dorf im Sauerland, das war schon ein radikaler Umbruch. Auf der Straße fahren plötzlich nicht mehr Fahrräder, Rikschas und Autos wild durcheinander, sondern ab und zu kommt mal eine Limousine vorbei gebraust.
Hier in Schmalenbeck weiß natürlich jeder, dass ich in China war. Am häufigsten kommt die Frage: “Sag doch mal was auf Chinesisch”. Ob ich Hund gegessen habe, wurde ich zum Glück erst einmal gefragt. Das ist so ein klassisches Klischee.
Letztens war Peking im Fernsehen zu sehen. Das war ein total komisches Gefühl. Zuerst hatte ich den Eindruck: “Meine Stadt”. Dann fiel mir auf: “Aber ich bin nicht mehr dort.” Ich bin froh, dass meine Eltern mich in den letzten zwei Wochen noch mal in China besucht haben. So konnte ich ihnen einen Eindruck vermitteln, wie mein Leben in den vergangenen zwölf Monaten war. Was es zu essen gab, wie die Häuser aussehen, wie sich die Menschen bewegen und was für tolle Menschen zu meiner Gastfamilie gehören. Ich hoffe, sie kommen uns im Winter besuchen. […]